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Ich kannte ein Land mit kristallklaren Seen,
mit dunklen Wäldern und Feldern so schön,
mit fleißigen Menschen in Stadt und Land,
von allen Ostpreußen genannt.

Hier bin ich geboren, habe geweint und gelacht,
die Mutter geärgert, viel Dummheit gemacht.
Hier wollte ich bleiben und dachte besonnen,
musst die Arbeit fortführen, die die Eltern begonnen.

Doch plötzlich ward ich aus der Heimat verbannt,
die hinter einer riesigen Feuerwand verschwand.
Nun komme ich wieder nach vielen Jahren.
O Heimat, was ist dir widerfahren.

Geh’ durch die Gassen und Straßen die einst mir vertraut,
werde von fremden Menschen angeschaut,
Es sind Menschen wie du und ich,
sie mussten auch ihre Heimat verlassen.

Jetzt bin ich zu Hause und bin doch fremd,
weil keiner dieser Menschen mich kennt.
Den einzigen Gruß wie in alter Zeit,
den klappern die Störche mir zu, weit und breit!

Ich schaue mich um, das Herz wird mir schwer,
es ist mein altes zu Hause nicht mehr.
Etwas Heimaterde packe ich ein,
das soll meine schönste Erinnerung sein.

Nun war ich noch einmal an kristallklaren Seen
Und habe die dunklen Wälder geseh’n.
Auf der ganzen Welt war es nicht schöner als hier,
Ostpreußen, meine Heimat, ich danke dir.

Hat auch das Schicksal vor vielen Jahren
mich aus deinem Schoße weit fortgetragen,
die Sterne der Heimat, die leuchten auch hier,
dann bin ich in Gedanken immer bei dir.

Dieses Gedicht trägt Christina gerne bei ihren Staakbootfahrten auf der Kruttinna vor.

Masuren, Spirdingsee

Masuren, Spirdingsee

Krutyń Kruttinnen Masuren